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Ratgeber

Was kostet Formular 5472?

Die Behörde selbst verlangt für diese Einreichung nichts. Alles, was Sie zahlen, ist Arbeitszeit für Vorbereitung, Ausfüllen, Versand und Nachhalten. Genau deshalb liegen die Preise am Markt so weit auseinander, ohne dass sich der Umfang der Arbeit unterscheidet.

Zuletzt geprüft: 2026-09-01

Die Behörde verlangt nichts

Es gibt keine Gebührenordnung, keine Einreichungsgebühr und kein Porto, das an den IRS zu zahlen wäre. Formular 5472 und die Pro-forma Form 1120, also der Formularmantel ohne Steuerberechnung, kosten bei der Behörde 0 USD. Die Formulare selbst und die Anweisungen dazu stehen kostenlos auf irs.gov.

Das ist keine Nebeninformation, sondern der Ausgangspunkt für jede Preisbeurteilung. Wenn Ihnen ein Angebot einen Posten für die Einreichung beim IRS ausweist, ist damit nicht eine Behördengebühr gemeint, sondern eine zusätzliche Position im Preis des Anbieters.

Was tatsächlich Geld kostet, ist überschaubar: das Ausdrucken und Versenden per Post oder Fax, je nach Weg ein paar Euro. Alles andere ist Zeit.

Vergleichbar ist das mit der EIN. Auch dort vergibt der IRS die Nummer ohne Gebühr, und auch dort zahlen Inhaber am Markt zwischen einer zweistelligen und einer dreistelligen Summe für dieselbe Einreichung. Wer diesen Punkt einmal verstanden hat, liest Preisseiten anders. Die Frage ist nie, was die Behörde nimmt, sondern welche Arbeit ein Anbieter leistet und wie er sie kalkuliert.

Was am Markt verlangt wird

Wir haben im September 2026 die öffentlich einsehbaren Preisseiten deutschsprachiger Anbieter für diese Meldung durchgesehen. Die Spanne für Formular 5472 samt Pro-forma Form 1120 lag dabei bei etwa 300 bis 1.400 EUR. Namen nennen wir nicht, die Größenordnung ist die Information.

Bemerkenswert ist nicht die Höhe des Maximums, sondern das Verhältnis. Der Faktor zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot liegt bei über vier, obwohl der Vorgang derselbe ist: zwei Formulare, ein Versandweg, dieselben Anweisungen.

In Preislisten aus dem angelsächsischen Raum finden sich vergleichbare Spannen, oft in Dollar. Auch dort ist die Aufgabe die gleiche. Wer einen Preis beurteilen will, sollte deshalb nicht fragen, was üblich ist, sondern was im Preis enthalten ist.

Ein Wort zur Methode, damit Sie die Zahl einordnen können. Grundlage sind öffentlich einsehbare Preisangaben, keine Angebote für Einzelfälle und keine Preise, die erst nach einem Gespräch genannt werden. Wo eine Kanzlei nach Stunden abrechnet, ist ein Vergleich ohnehin nicht möglich. Die Spanne beschreibt also den sichtbaren Teil des Marktes, und der ist weit genug, um die Frage nach dem angemessenen Preis zu rechtfertigen.

Die Kostenblöcke im Einzelnen

Die untersten beiden Zeilen sind streng genommen keine Kosten der Meldung. Sie tauchen hier auf, weil sie in Angeboten gern mit ihr vermischt werden und dann den Eindruck erzeugen, das Formularpaket sei teurer, als es ist.

Die Zeile zur EIN gehört ebenfalls nur mittelbar dazu. Ohne diese Steuernummer der Gesellschaft lässt sich die Meldung nicht sauber einreichen, aber die EIN ist ein eigener Vorgang mit eigenem Preis.

Die Angaben in der rechten Spalte sind Beobachtungen, keine Zusagen Dritter. Preise ändern sich, und einzelne Anbieter liegen bewusst außerhalb dieser Spanne, nach oben wie nach unten.

Marktbeobachtung öffentlicher Preisseiten, Stand September 2026. Keine Empfehlung und keine Preiszusage Dritter.
BlockWer verlangt esÜbliche Größenordnung
Formular 5472 mit Pro-forma Form 1120Dienstleister oder CPA-Praxisca. 300 bis 1.400 EUR
Gebühr des IRS für die Einreichungniemand0 USD
Aufschlag pro nahestehender Personeinzelne Anbieterhäufig 50 bis 150 EUR
Formular 7004 zur Fristverlängerungteils gesondert berechnet0 bis 150 EUR
Nachholung eines Vorjahresje Jahr gesondertin der Regel voller Jahrespreis
EIN, falls noch keine vorhandenDienstleisterca. 50 bis 400 EUR
Franchise Tax und Annual ReportBundesstaatje Bundesstaat, nicht Teil der Meldung

Woher die Spanne kommt

Der erste Treiber ist die Berufsträgerschaft. Eine CPA-Praxis kalkuliert mit Stundensätzen, Berufshaftpflicht und Kapazitäten, die für komplexe Mandate vorgehalten werden. Wer dort eine Standardmeldung erstellen lässt, zahlt einen Teil dieser Struktur mit, auch wenn der konkrete Fall vier Zahlen umfasst.

Der zweite Treiber ist die Bündelung. Viele Preise gelten nicht für die Meldung allein, sondern für ein Paket mit Registered Agent, Geschäftsadresse, Buchhaltung oder Bundesstaatsmeldungen. Solche Pakete sind nicht per se schlecht, aber sie lassen sich nicht mit einem Einzelpreis vergleichen.

Der dritte Treiber ist die Zahlungsbereitschaft. Der Betrag von 25.000 USD, den die Anweisungen für ein fehlendes Formular beschreiben, steht in fast jedem Verkaufstext. Vor diesem Hintergrund wirken 900 EUR günstig, und genau darauf beruht ein Teil der Preisbildung in diesem Markt.

Ein vierter Treiber wird selten genannt: der Umgang mit Unsicherheit. Wer bei jedem Fall prüft, ob überhaupt eine Pflicht besteht, ob ein abweichendes Steuerjahr vorliegt und ob weitere Gesellschaften einzubeziehen sind, hat mehr Aufwand als jemand, der ein Standardformular ausfüllt. Dieser Aufwand ist berechtigt, und er ist der einzige Teil der Spanne, den wir für sachlich begründet halten.

Posten, hinter denen keine Arbeit steht

Diese Punkte sind keine Vorwürfe an einzelne Anbieter. Es ist zulässig, einen Preis in Bausteine zu zerlegen. Für Sie als Käufer ist es aber nützlich zu wissen, welche Bausteine echte Arbeit abbilden und welche nur die Endsumme erhöhen.

Der praktische Prüfstein ist einfach. Fragen Sie nach einem Gesamtpreis für Ihren Fall, schriftlich, inklusive aller Formulare und der Einreichung. Wo diese Frage ausweicht, ist der genannte Einstiegspreis nicht der Preis.

Achten Sie außerdem auf die Bindung an andere Leistungen. Ein günstiger Meldepreis, der nur zusammen mit einem Jahresvertrag für Registered Agent und Geschäftsadresse zu haben ist, ist kein günstiger Meldepreis. Rechnen Sie in solchen Fällen den Gesamtbetrag über zwölf Monate und vergleichen Sie ihn mit der Summe der Einzelpreise, die Sie sonst zahlen würden.

  • Einreichungsgebühr oder Filing Fee: Der IRS verlangt für diese Meldung nichts.
  • Aufschlag pro nahestehender Person: In der Regel dieselbe Datenerfassung, ein paar Zeilen mehr im Formular.
  • Aufschlag für die Pro-forma Form 1120: Sie gehört zwingend dazu und ist keine Zusatzleistung.
  • Gebühr für die Übermittlungsbestätigung: Ein Sendenachweis entsteht beim Versand ohnehin.
  • Eilaufschlag ohne kürzere Bearbeitungszeit: Ein Zuschlag ist nur dann sinnvoll, wenn er eine zugesagte Frist verkürzt.

Echte Zusatzkosten

Vorjahre sind der wichtigste Fall. Jedes Steuerjahr ist ein eigenes Formularpaket mit eigenen Angaben, eigener Unterschrift und eigenem Versand. Wer drei Jahre nachholt, kauft dreimal Arbeit. Ein Rabatt ist möglich, ein Bündelpreis nahe dem Einzeljahrespreis wäre unrealistisch.

Ebenfalls echte Kosten entstehen, wenn die Gesellschaft noch keine EIN hat, wenn mehrere nahestehende Gesellschaften mit umfangreichen Vorgängen einzubeziehen sind oder wenn die Unterlagen erst aus Kontoauszügen rekonstruiert werden müssen. Das ist zusätzliche Zeit und darf etwas kosten.

Keine Kosten dieser Meldung sind dagegen Franchise Tax, Annual Report, Registered Agent und Geschäftsadresse. Diese Posten fallen unabhängig davon an, ob und wo Sie die Bundesmeldung erstellen lassen.

Ein Grenzfall ist die Rekonstruktion. Wenn Auszüge fehlen, weil ein Konto geschlossen wurde oder ein Zahlungsdienstleister nur zwei Jahre rückwirkend Daten liefert, entsteht Arbeit, die mit dem Formular selbst nichts zu tun hat. Sie sollte getrennt ausgewiesen und getrennt beauftragt werden, damit Sie entscheiden können, ob Sie diesen Teil lieber selbst übernehmen.

Was der Eigenbau kostet

Selbst einreichen ist zulässig und für viele Fälle machbar. Die direkten Kosten liegen bei Porto oder Faxgebühr. Der Aufwand besteht darin, die aktuellen Anweisungen zu lesen, die Vorgänge sauber zu erfassen, das Paket richtig zusammenzustellen und den Versandnachweis abzulegen.

Der eigentliche Preis des Eigenbaus ist deshalb nicht Geld, sondern Aufmerksamkeit. Ein Fehler erzeugt hier keine Fehlermeldung, sondern Stille, und Sie merken ihn unter Umständen erst Jahre später. Wer diesen Punkt kennt und trotzdem selbst einreicht, trifft eine vernünftige Entscheidung.

Wer sich das zutraut, sollte einen Posten ehrlich einplanen: die Zeit für das Lesen der Anweisungen. Sie sind nicht lang, aber in einer Rechtssprache geschrieben, die Konzentration verlangt, und die Angaben, auf die es ankommt, stehen an unauffälligen Stellen. Zwei Stunden für die erste Runde sind realistisch, im Folgejahr deutlich weniger.

Wir haben eine ausführliche Anleitung dazu veröffentlicht, ohne Auslassungen und ohne die Stellen zu verschweigen, an denen es unangenehm wird.

Unser Preis

Wir verlangen für Formular 5472 mit Pro-forma Form 1120 einen Festpreis von 150 EUR je Steuerjahr. Darin sind beide Formulare, das Formular 7004 zur Fristverlängerung, die Einreichung auf dem in den Anweisungen vorgesehenen Weg und die Übermittlungsbestätigung als PDF enthalten. Es gibt keinen Aufschlag pro nahestehender Person und keine Gebühr für die Einreichung.

Wenn Sie noch keine EIN haben, kostet das Paket aus EIN und erster Jahresmeldung 200 EUR. Wer die Meldung jedes Jahr abgeben lassen will, kann das Abo für 150 EUR im Jahr nutzen, jederzeit kündbar.

Was nicht enthalten ist, sagen wir genauso deutlich: keine Steuer- oder Rechtsberatung, keine Vertretung gegenüber dem IRS, keine Meldungen an Bundesstaaten und keine Buchhaltung. Wer eine dieser Leistungen braucht, braucht eine Kanzlei, und dort sind die höheren Preise am Markt ihr Geld auch wert.

Passend dazu

Häufige Fragen

Kostet die Einreichung beim IRS etwas?

Nein. Für Formular 5472 mit Pro-forma Form 1120 erhebt der IRS keine Gebühr. Alles, was Sie zahlen, ist Arbeitszeit eines Dienstleisters oder einer Kanzlei.

Warum reichen die Marktpreise von 300 bis 1.400 EUR?

Weil unterschiedliche Strukturen kalkuliert werden: Berufsträgerschaft mit Haftpflicht, Bündelung mit anderen Leistungen und die Zahlungsbereitschaft, die der Sanktionsrahmen erzeugt. Der Arbeitsumfang selbst unterscheidet sich kaum.

Ist ein teurerer Anbieter sicherer?

Der Preis allein sagt darüber nichts. Vergleichen Sie, welche Formulare enthalten sind, wer einreicht, welche Bearbeitungszeit zugesagt wird und welchen Nachweis Sie erhalten. Für steuerliche Einschätzungen ist eine Kanzlei ohnehin die richtige Adresse.

Zahle ich mehr, wenn ich mehrere nahestehende Personen habe?

Bei uns nicht. Am Markt ist ein Aufschlag verbreitet, meist zwischen 50 und 150 EUR. Der Mehraufwand besteht in der Regel aus zusätzlichen Zeilen im Formular.

Was kosten fehlende Vorjahre?

Jedes Jahr ist ein eigenes Formularpaket. Bei uns bleibt es bei 150 EUR je Jahr. Sagen Sie vorher, welche Jahre offen sind, damit die Reihenfolge geplant werden kann.

Sind Franchise Tax und Annual Report im Preis enthalten?

Nein, und das gilt für praktisch alle Anbieter. Das sind Abgaben und Meldungen des Bundesstaats. Sie fallen unabhängig von der Bundesmeldung an.

Kann ich Geld sparen, indem ich selbst einreiche?

Ja, die direkten Kosten sind dann Porto oder Faxgebühr. Was Sie einsetzen, ist Zeit und Sorgfalt, denn Fehler auf diesem Weg fallen erst spät auf.

Gibt es einen Aufpreis für Eile?

Bei uns kostet die Prioritätsbearbeitung 250 EUR und verkürzt die Bearbeitung auf 2 Werktage. Ein Eilaufschlag sollte immer an eine zugesagte kürzere Frist gekoppelt sein.

Formular 5472 Kosten: Preise im Vergleich